Intuition im Erkenntnisprozess

Rolle der Intuition im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess

Das wissbegierige menschliche Hirn ist bestrebt, neues Wissen zu erwerben und die Geheimnisse des Weltalls aufzudecken, um einfach seine Neugierde zu stillen, was die höchste Stufe der kreativen Aktivität des Verstandes darstellt. Doch jahrhundertelange Erfahrungen der Erkenntnisaktivitäten zeigen, dass das logische Denken allein für die Aufdeckung von tiefliegenden Geheimnissen solch eines vielfältigen Weltbildes nicht ausreicht. Die Erkenntnis stellt einen kreativen, mitunter lange andauernden Prozess dar, der nicht immer zu den angestrebten Ergebnissen führt. Was stellt denn der Motor des Fortschritts dar? Und mit welchem Schlüssel schließt die Wissenschaft die Tür in eine unerforschte Weite auf?

Durch einen Gedankenblitz allein

«Heureka!», - wer kennt denn nicht diesen legendär gewordenen Ausruf Archimedes’ bei der Entdeckung des hydrostatischen Grundgesetzes? Er fand die Lösung für eine sehr komplizierte Aufgabe, die ihm plötzlich, wie eine Erleuchtung kam. Wie auch manch andere uns bekannte Entdeckungen ist das spontan passiert, und gar nicht als Endergebnis einer langen Arbeit und des Versuchs, eine Lösung zu finden.

Die Intuition im Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnis, das ist eben das Schlüsselchen, mit dem sich früher oder später eine beliebige Tür aufschließen lässt. Die Intuition ist ein verborgener, bewusstloser Grundansatz des Schaffens, ein Phänomen, das mit der Logik und der Lebenserfahrung unvereinbar ist. Sie kennzeichnet sich durch die Plötzlichkeit, die Unmittelbarkeit und das Unbewusst-Sein. Die Lösung kann jederzeit kommen, häufig in Träumen, wie ein Blitzlicht, ohne Vorwarnung, dem Bewusstlosen nahe. In den meisten Fällen stellt sich diese Lösung als die einzig richtige heraus, wenn das auch kaum nachzuweisen ist. Das ist aber nicht das Wichtigste, weil sich die Ergebnisse des intuitiven Erkenntnisprozesses logisch nachweisen und mit der Zeit praktisch nachprüfen lassen.

Alles ist möglich

Nach geläufiger Meinung ist der psychologische Mechanismus der Intuition bisher wenig erforscht, wenn auch die Aufregung um ihn herum mit jedem Jahr lawinenartig anschwillt. Das vorige Jahrhundert ließ den Begriff „Intuition“ aus der Gruppe der sakralen Begriffe ausschließen und ihn dem Bereich der wissenschaftlichen Forschungen zuordnen. Mehr noch, die Gegenwart stellt die Aufgabe, die Intuition als höhere Art der intellektuellen Erkenntnis praktisch zu untersuchen. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass sich die Erfolge einer Reihe der weltweit bekannten Unternehmer wie z.B., Bill Gates, Ted Turner, Marcel Bich auf ihre Intuition zurückführen lassen. Carl Jung wies darauf hin, dass ein intuitives Individuum sowohl für die Wirtschaft als auch für die Kultur äußerst wichtig sei. Diese Auffassung kann man auch in Bezug auf die Wissenschaft ohne weiteres gelten lassen.

Das Verständnis dessen, worin die Rolle der Intuition im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess wirklich besteht, bringt uns zwar vieles, verbirgt unseren Augen aber noch mehr.

Und obwohl die wissenschaftliche Intuition selbst ein Teil des Erkenntnisprozesses ist, halten sie die Forscher weltweit dennoch für eine nicht angeborene, sondern erworbene menschliche Fähigkeit. Was sie auf den Gedanken bringt, dass man solche Fähigkeiten entdecken und festigen kann und soll. Der wichtigste Faktor in dieser Frage sind die im Laufe der Jahrhunderte gesammelten Erfahrungen: „Ein wirklich wertvoller Faktor ist die Intuition“, so Albert Einstein.

Sich der ganzen Kompliziertheit und gleichzeitig der Zugänglichkeit der wissenschaftlichen Intuition bewusst zu werden hilft das Intuitionstraining. Die Trainingskurse helfen Ihnen, richtige Entscheidungen zu treffen, das Wahre von dem Falschen zu unterscheiden und die Zweifel an Ihren eigenen Kräften loszuwerden.

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