Damit ein Traum Wirklichkeit wird

Zwei Menschen waren auf dem Weg zu ihren innigen Träumen. Ihr Weg schlängelte sich zwischen steilen Berghängen, entlang den Abgründen und war sehr gefährlich. Eines Tages sahen sie, dass der Weg, den sie gingen, endete, von einem Felsvorsprung gesperrt. Die Wanderer sind stehengeblieben, bestürzt und verblüfft. Kein Weg führte weiter! „Was für ein Dummkopf war ich denn, nach meinem Traum zu streben“, dachte der erste Traumsucher. Zweifel, Angst und Resignation überkamen ihn. Er glaubte seinen Augen, wandte sich um und ging zurück, so dass er seinen Traum nicht erreichte.

Der zweite Traumsucher zweifelte zwar erst auch, während er unentschlossen stehen geblieben ist, doch im Unterschied zu seinem Weggefährten glaubte er nicht seinen Augen, sondern er hörte auf sein Herz, das ihm sagte, er solle weitergehen. „Mein Traum kann sich unmöglich als Fata Morgana erweisen, mein Herz kann mich nicht belügen, vielleicht fasse ich etwas nicht richtig auf“, dachte er. Als er zu einer Wegbiegung kam, rief er „Zeichen und Wunder“ aus. Doch es gab weder Zeichen noch Wunder, denn er saht einfach, als er dem Felsvorsprung näher gekommen war, dass der Weg nicht endete, sondern unauffällig um jenen Felsvorsprung bog, der ihnen vorher die Sicht auf den weiteren Wegverlauf versperrt hatte. Sobald er um den Felsvorsprung gebogen war, sah er einen weiteren kleinen Wegabschnitt bis zum nächsten Felsen, an dem dieser quasi wieder endete. Und als er diesen Wegabschnitt hinter sich hatte, war er wieder erstaunt, denn es war zu sehen, dass der Weg weiterlief. Und so lief der zweite Wanderer von einem „Ende“ des Weges zum nächsten und je weiter er ging, desto mehr öffnete sich ihm der Weg. In seinem Inneren wuchsen Entschlossenheit und Glaube an die eigenen Kräfte. Denn es gibt für einen Zielstrebigen nichts Unmögliches, und alles, selbst Misserfolg und Abstieg als Schritte auf dem Weg zum Ziel, verhelfen ihm zum Aufstieg. Der erste Traumsuchende kehrte nach Hause zurück und erreichte seinen innigen Traum natürlich nicht. Bis heute hält er seinen Traum für unerfüllbar, hatte er doch mit seinen eigenen Augen gesehen, dass es keinen weiteren Weg gab. Und so lebt er weiter ein Leben, das ihm keine Freude bringt. Und der zweite Traumsuchende wurde selber zu einem Vermittler, der allen, die ihren Traum zu erreichen suchen, den Weg zeigt. Er lehrt sie, keine Schwierigkeiten, Misserfolge, Fehler und Abstiege zu scheuen, weil wir durch Schwierigkeiten stärker werden, dank Fehlern die Wahrheit finden können, und dank Misserfolgen und Abstiegen widerstandsfähiger werden. Was für den Ersteren unmöglich, unerfüllbar, ein Traum und ein Märchen geblieben ist, ist für den Zweiten Wirklichkeit geworden. Glaub deinem Herzen und strebe nach deinem Traum selbst dann, wenn er dir unerreichbar und nicht real erscheint. Und selbst wenn es dir scheinen sollte, dass es keinen weiteren Weg gäbe, mach doch ein paar Schritte weiter und du wirst möglicherweise ein „Wunder“ erblicken… Merk dir: Du bist es, von wem es abhängt, ob dein Traum ein Märchen bleibt oder zur Wirklichkeit wird.

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