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Faulheit ist eines der am häufigsten verurteilten menschlichen Merkmale. Wir schimpfen mit uns selbst, fühlen uns schuldig und versuchen, mit eiserner Disziplin dagegen anzukämpfen. Doch ist Faulheit wirklich unser Feind?
Der Mensch ist kein Roboter. Er unterscheidet sich gerade dadurch, dass er Phasen braucht, in denen er nichts tut. Manchmal überkommt uns – oft zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt – ein starkes Bedürfnis, alles liegen zu lassen und einfach nichts zu tun. Diese Lustlosigkeit ist nicht immer ein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Sie kann ein wichtiges Warnsignal des Körpers sein.
Wenn gar nichts mehr geht und selbst einfache Aufgaben überwältigend wirken, kann dies auf ein chronisches Erschöpfungssyndrom hindeuten. In solchen Fällen ist bewusste Erholung kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Ein paar Tage Faulenzen – idealerweise am Meer oder in der Natur – können wahre Wunder wirken.
Ein spannendes Beispiel liefert Kolumbien: Dort wurde tatsächlich ein Museum der Faulheit eröffnet. In den Ausstellungsräumen hängen Hängematten, es stehen Betten bereit, Fernseher laufen – Besucher dürfen sich ausruhen oder sogar schlafen. Ziel dieses ungewöhnlichen Museums ist es, Menschen zum Nachdenken über den Wert von Ruhe, Müßiggang und bewusster Entschleunigung zu bringen.
Auch ein Blick in die Geschichte zeigt: Faulheit und Genialität schließen sich nicht aus.
Faulheit hat diese Persönlichkeiten nicht aufgehalten. Sie hat ihnen vielleicht sogar geholfen, anders zu denken.
Menschen, die als faul gelten, entwickeln häufig eine wertvolle Fähigkeit: Delegieren. Sie wissen genau, welche Aufgaben sie abgeben können – und an wen. Genau deshalb sind Faulenzerinnen und Faulenzer oft erstaunlich erfolgreiche Führungspersönlichkeiten.
Statt Faulheit pauschal zu verurteilen, lohnt es sich, ihre konstruktiven Seiten zu erkennen.
Falls du das Gefühl hast, dass Faulheit dich ausbremst und du etwas verändern willst, helfen diese einfachen und alltagstauglichen Impulse:
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