Bist du tatsächlich frei?

Bist du es, die/der gerade jetzt diesen Artikel liest? Denk nach – bist du jetzt wirklich authentisch? Authentisch, das heißt, frei. Frei von einem Abgrund der Schulden und Versprechungen, von dem Wort, das du mal dir selbst oder anderen Menschen gegeben hast, von der Befolgung der Prinzipien, die dir von jemandem aufgedrängt wurden.

Bist du wirklich frei von Angst und beschränkenden Überzeugungen: „Das darf man nicht“, „So macht man nicht“, “Niemand hat das je versucht“?

In unserem Leben verweilen wir wie in einem Schlaf. Wir wachen auf, essen, fahren hin oder her, kommunizieren, gehen unseren Geschäften nach, essen wieder und fahren wieder hin oder her, schlafen dann ein, und so geht es tagaus und tagein. Hast du dabei je daran gedacht, dass dein Leben wesentlich interessanter sein könnte, als es jetzt ist?

Erschien dir das Bild, das du dir von deiner Umgebung gemacht hast, nicht bloß nur als eine Bühne, auf der Menschen nur ihre Rollen spielen, und auf der mitunter auch du nur als eine Schauspielerin/ein Schauspieler auftrittst und diese oder jene Rolle spielst? Wolltest du noch nie hinter die Kulissen gucken: Was gibt es denn dort?

Wenn du jetzt jemandem gegenüber finanziellen Verbindlichkeiten hast, wenn du jemandem etwas schuldest, dann kannst dich nicht mehr für vollkommen frei halten. Dabei handelt es sich nicht einmal um finanzielle Freiheit… Es geht um seelische Freiheit, wenn du dich gegenüber keiner/keinem verpflichtet fühlst, wer auch immer das sein mag.

Bist du wirklich sicher, dass du keine Angst vor etwas oder vor jemandem hast? Wenn du aber doch Angst vor etwas hast, warum versuchst du dann nicht, ausgerechnet das zu tun? Dabei ist die Rede nicht von einem banalen Fallschirmsprung oder dergleichen. Um im Leben Angst zu überwinden, muss man bei weitem nicht immer einen Fallschirmsprung machen. Es reicht schon, irgendwelche Aufgaben zu lösen, und das Leben selbst wird dich in Situationen bringen, in welchen Du Angst besiegen und dich selbst überwinden müssen wirst.

Bist du überzeugt, dass du frei davon bist, was du deinen Nahestehenden versprochen hast? Bindet dich das, was du einmal versprochen hast, doch mit unsichtbaren Fesseln einer Verpflichtung, die auf deinen Schultern liegt. Und was, wenn es eine solche Verpflichtung nicht gibt, was, wenn du dich nicht wegen jener Versprechungen verpflichtet fühlen musst, die du vor vielen Jahren gemacht, doch nicht erfüllt hast, weil es nicht dazu gekommen ist, dass du das tun musstest?

Wie kann man aufdringliche Bekannte los werden, die darauf aus sind, dir wieder was anzudrehen, nur weil du einmal etwas bei ihnen gekauft hast? Oder nur weil du auf sie mal reingefallen bist und dir den Kopf von ihnen mit Geschichten über ihr unruhiges, sinnloses und trauriges Leben voll reden lassen hast, so dass es dir nach einem solchen Gespräch auch schwer und traurig zu Mute geworden ist? Dabei bist du deinem Wesen nach nun auch wieder nicht so traurig, möglicherweise sogar der Mittelpunkt mancher Party. Doch jede Begegnung mit solchen Bekannten bedrückt dich, es fällt dir aber schwer, ihnen „nein“ zu sagen, sind sie doch „gute Menschen“, und zu solchen Menschen darf man nicht grob sein oder sie abweisen.

Bist du sicher, dass du hier und jetzt einem Menschen alles ins Gesicht sagen kannst, was du wirklich über ihn denkst, und dass danach keine Gewissensbisse folgen? Nicht, weil dieser Mensch schlecht oder gut ist, sondern einfach, weil du frei bist und alles sagen kannst, was du für nötig hältst: in diesem Augenblick, in dieser Sekunde oder wann auch immer du das sagen möchtest.

Wärest du jetzt bereit, dich für einige Tage einfach „in Luft aufzulösen“, niemand zu sehen, das (Mobil)telefon abzuschalten und keine Anrufe zu beantworten? Ich meine dabei nicht Fanatismus, also auf keinen Fall Nahestehenden erschrecken. Ich spreche darüber, dass unsere Mobiltelefone eigentlich unsere „verlängerte Hand“ sind, wir können ohne sie nicht mehr auskommen, wir können sie nicht abschalten, wenn auch es ausgerechnet das ist, was uns unsere Freiheit raubt, unsere Handlungs- und Entscheidungsfreiheit, die Freiheit, sich zu exponieren oder zurückzuziehen, die Freiheit, einen Anruf zu beantworten oder ihn unbeantwortet zu lassen.

Fassen wir nun einmal zusammen: Wir sind nicht frei. Jedenfalls die meisten von uns. Doch das ist auch nicht so schlimm. Weil es ihn nämlich gibt, den Weg zur Freiheit – der Denkfreiheit, der Handlungsfreiheit, der Freiheit, ein interessantes und erfolgreiches Leben zu haben. Diesen Weg sind viele gegangen, und du wirst es auch können.

Wie eine solche Freiheit erreicht werden kann, das besprechen wir im Seminar der ersten Stufe nach der M. Norbekov-Methode. Auch du wirst die Möglichkeit haben, den Weg zurückzulegen, den bereits Tausende von Menschen zurückgelegt haben. Willst du frei werden? Dann bist du hier richtig.