Motivationsregeln

Haben Sie sich schon Ziele für die nächsten ein bis zwei Jahre gesetzt? Wenn Sie jetzt schon Fortschritte verzeichnen können, gratulieren wir Ihnen herzlich dazu. Doch die meisten Menschen setzen sich Ziele nur, schieben deren Erreichung aus verschiedenen Gründen aber auf die lange Bank.

Folgende Motivationsregeln können sich als sehr nützlich für Sie erweisen:

  1. Finden Sie verborgenen Sinn

Heutzutage ist es in, sich Ziele zu setzen, doch ziemlich häufig wird ihr wahrhaftiger Sinn ausgelassen. Um den wirklichen Sinn eines Ziels zu erkennen, benutzen Sie bitte die Methode des dreifachen „Warum?“. Das ist recht einfach: Stellen Sie sich dreimal die Frage „Warum?“ und beantworten Sie die jeweiligen Fragen.

So haben Sie sich z.B. fest vorgenommen, regelmäßig ein Fitnessstudio zu besuchen. Stellen Sie sich daher die Fragen:

  • Warum wollen Sie ein Fitnessstudio besuchen?
  • Um den Körper zu trainieren und so an Attraktivität zu gewinnen.
  • Warum möchten Sie attraktiver sein?
  • Weil einen jungen Mann finden möchte.
  • Warum möchten Sie einen jungen Mann finden?
  • Weil ich eine Familie gründen will.

Hier ist er also, der wahrhaftige Sinn Ihres Ziels: Nicht einfach lediglich nur der Besuch eines Fitnessstudios, sondern die Gründung einer Familie. Und jetzt versuchen Sie, den wirklichen Sinn Ihres eigenen Ziels zu ermitteln.

  1. Teilen Sie die Erreichung der Ziele in einzelne Etappen.

Die Studien der Harvard-Psychologen haben ergeben, dass die Menschen nichts stärker als Gefühl eines nachhaltigen Fortschritts motivieren kann. Wenn man merkt, dass man nicht vorankommt, dann gibt man früher oder später auf.

Setzen Sie sich daher kleinere tägliche bzw. wöchentliche Ziele, damit das Ergebnis hier und jetzt sichtbar wird. Wenn Sie die erreichten Ziele abhaken, werden Sie sich wesentlich glücklicher fühlen.

Kommen wir zu unserem Beispiel mit dem Fitnessstudio zurück. Bereiten Sie einen konkreten Trainingsplan vor. Nehmen Sie sich z.B. vor, am ersten Tag 20 Minuten am Zimmerfahrrad zu trainieren und in der ersten Woche das Fitnessstudio dreimal zu besuchen. Wenn Sie Ihre regelmäßigen kleinen Siege davontragen, wird Ihr Selbstvertrauen und der Glaube an eigene Kräfte steigen.

  1. Gehen Sie der Versuchung einer Belohnung nicht auf den Leim

Stellen Sie sich vor, dass Sie sich am Riemen gerissen und sich dazu überwinden konnten, das Fitnessstudio vierzehnmal zu besuchen. Was würden Sie tun, nachdem Sie das Fitnessstudio zum 15. Mal besucht haben? Wenn Sie sich dazu entscheiden würden, sich zu belohnen und ein Stückchen Kuchen zu essen, so sollten sofort von dieser Idee ablassen.

Studien belegen, dass solche Handlungen Ihre Motivation erheblich senken können. Sie sollen nicht vergessen, dass es dabei auf die innere und nicht auf die durch äußere Umstände bewirkte Motivation ankommt. Wenn Sie sich aber „belohnen“, so wechseln Sie eben die innere Motivation durch die äußere aus.

  1. Trainieren Sie Ihre Willensstärke

Schwer zu glauben, doch die Willensstärke lässt sich ähnlich wie Muskeln trainieren. Es gibt zwei effektive Trainingswege:

  • Körperübungen. Wenn Sie jeden Tag 15 Minuten trainieren, tun Sie dadurch bereits einen großen Schritt nach vorne, um eine große Motivation zu entwickeln;
  • Meditation. Die regelmäßige Mediation hilft in großem Maße, irrationalen Anreizen zu widerstehen und sich besser an seine Versprechen zu halten.
  1. Identifizieren Sie sich mit Ihrem zukünftigen „Ich – Bild“

Der wichtigste Grund, warum ein Mensch häufig nicht so sehr danach strebt, seine Ziele zu erreichen, besteht darin, dass er denkt, in der Zukunft mehr Zeit; Möglichkeiten, Kräfte und den größeren Wunsch zu haben, die gesetzten Ziele besser zu erreichen.

Psychologen meinen, dass das Gehirn eines Menschen ihn in der Zukunft als eine ganz andere Person wahrnimmt, die mit dem „aktuellen“ Menschen nichts Gemeinsames hat.

Wir vergessen quasi, dass unser zukünftiges „Ich“ die gleichen Gedanken und Gefühle wie auch unser jetziges „Ich“ haben wird. Die Folge einer solchen Fehleinstellung ist, dass unser Leben auch vergeht, während wir alles stets auf später verschieben.

Doch es gibt einen einfachen Weg, eine enge Verbindung zu seinem zukünftigen „Ich“ herzustellen und einer endlosen Prokrastination vorzubeugen: Stellen Sie sich jedes Mal vor, wenn Sie Angelegenheiten auf später verschieben, dass die Zukunft bereits eingetreten ist. Dann werden Sie feststellen, dass es keinen großen Unterschied zwischen Ihrer Gegenwart und Ihrer Zukunft gibt, dass Sie jetzt und Sie in der Zukunft absolut ein und derselbe Mensch sind. Diese Erkenntnis wird Ihren Willen und Ihren Wunsch stärken, die vorgenommenen Dinge zu erledigen.

Wir hoffen, dass diese fünf Punkte Ihnen helfen werden, Ihre Ziele besser wahrzunehmen und ihre Erreichung nicht auf die lange Bank zu schieben.