Was ist ein guter Schlaf? Teil 2

Also, wie kann man diese Leistungen erzielen, d.h., dazu kommen, sich gut auszuschlafen?

Fünftens: Kümmere Dich um Deine Gesundheit und darum, Deine Lebensenergie zu steigern. Lass Dich zuerst von Ärzten komplett durchchecken. Selbst wenn Dir nichts weh tut, bedeutet das noch nicht, dass alle Krankheiten weg sind. Jede Krankheit verbraucht Ressourcen Deines Körpers. Und das bedeutet, dass die nächtlichen Regenerierungs- und Verjüngungsprozesse nicht so effektiv ablaufen, wie sie eigentlich sollten. Und sie machen Deinen Schlaf schwer und unruhig. Das Nächste, was begriffen werden soll, ist, dass Du desto größere Probleme mit dem Einschlafen und dem eigentlichen Schlaf bekommst, je weniger aktiv Du im Laufe des Tages warst. Der größte Teil der mit der Schlaflosigkeit verbundenen Probleme entsteht eben aus diesem Grund. Der menschliche Körper schafft es nicht, die ganze Energie im Laufe des Tages zu verbrauchen, deshalb will der Körper einfach nicht schlafen, weil er noch einen großen Überschuss an unverbrauchter Energie besitzt. Daher finde bitte Zeit und wähle eine Weise, auf die Du die körperlichen Aktivitäten durchführen wirst.

Sechstens: Schlaf auf einer harten Oberfläche. Nachts soll sich der Körper dehnen. Die Knochen und Gelenke können sich aber erst dann dehnen, wenn wir auf einer harten Oberfläche liegen. Besonders wichtig ist das für unsere Wirbelsäule. Begreif einen einfachen Zusammenhang: Unser Körper bildete sich im Laufe der Evolution jahrtausendelang heraus. Und damals gab es gar keine weichen Matratzen. Deshalb ist die Regenerierung für unseren Körper erst dann eine gewohnte Sache, wenn wir auf harten Oberflächen schlafen. Hast Du jedoch weiche Kissen und weiche Matratzen gern, so wählst Du statt der Regenerierung und der Verjüngung Komfort. Überlege Dir sorgfältig, was für Dich besser ist und triff eine richtige Wahl.

Siebtens: Mach Dein Schlafzimmer zu einem freundlichen Ort. Eine Temperatur darin soll 20º sein, dann fühlt man sich darin auch wohl. Dazu sollen eine völlige Dunkelheit und Geräuschlosigkeit kommen. Das Schlafzimmer soll vor dem Schlaf gut gelüftet sein. Im Idealfall sollte während des Schlafs Mikrolüften stattfinden, d.h., es soll ständig frische Luft zugeführt werden. Für die Einrichtung eines Schlafzimmers sollen warme, beruhigende Farben ausgewählt werden, die Dich vor dem Schlaf ins Gleichgewicht bringen werden. Schalte alle Elektrogeräte aus. Selbst im Schlafmodus produzieren sie elektromagnetische Strahlung, die deinen Schlaf stört.

Achtens: Lerne es, unbekleidet zu schlafen. Jedes Kleidungsstück, und sei es auch noch so bequem, stört während des Schlafs den Blutkreislauf, wodurch sich die Regenerierungsprozesse verlangsamen.

Das sind alles die wichtigsten Empfehlungen, die Dir helfen, Dich innerhalb von sechs Stunden gut auszuschlafen. Je eher Du sie einsetzt und zur Gewohnheit machst, desto schneller wirst Du einschlafen können, und über desto mehr Kräfte wirst Du am folgenden Tag verfügen. Was die Schlaflosigkeit angeht, habe ich bereits gesagt, dass ihre wichtigste Ursache der alltägliche Mangel an körperlichen Aktivitäten ist. Je mehr Energie Du im Laufe des Tages verbrauchst, desto schneller schläfst Du am Abend ein. Auch ein fünfzehnminütiger Spaziergang in ruhigem Schritt sowie eine warme entspannende Dusche vor dem Schlaf helfen Dir ebenfalls, schneller einzuschlafen.