Zielstellungen. Ziele richtig formulieren

Zielstellungen für das nächste Jahr: Wie sollen sie richtig formuliert werden?

Der Mensch erreicht bei weitem nicht alle gesetzten Ziele. Und häufig hat das gar nicht mit Faulheit oder Schwäche zu tun. Die wahren Ursachen sind auf die falsche Formulierung einer Aufgabe sowie auf die Schwierigkeiten zurückzuführen, richtige Prioritäten zu setzen.

Wie müssen also Zielstellungen richtig festgelegt werden?

Die Zahl der Zielstellungen reduzieren

Wählen Sie fünf bis sechs Zielstellungen aus, die für Sie am relevantesten sind und die Sie in einem Zeitraum von 90 Tagen erreichen wollen. Warum gerade fünf bis sechs? In der ersten Etappe ist es wichtig, die Zahl der Zielstellungen zu reduzieren, weil das menschliche Gehirn bekanntlich mit der Verarbeitung von einem zu großen Volumen an Informationen überfordert wird. Ihm fällt daher erheblich leichter, sich auf die Verarbeitung eines relativ kleinen Umfangs an Informationen zu fokussieren.

Und warum 90 Tage? Weil sich ein Mensch gerade innerhalb dieses kleinen Zeitraums auf ein wichtiges Ziel konzentrieren kann. Einen wesentlich kürzeren Abstand als 90 Tage festzulegen ist nicht ganz zweckmäßig, weil es schwierig sein wird, ein merkbares Ergebnis Ihrer Arbeit am Ende dieses Zeitabstandes zu erkennen: Wie gesagt, die Frist ist einfach zu kurz. Ist dieser Zeitabstand länger als 90 Tage, lässt die notwendige Konzentration nach.

Nehmen Sie jetzt gleich einen Stift, ein Blatt Papier und schreiben Sie fünf bis sechs Zielstellungen für die kommenden 90 Tage auf.

Definieren Sie das Schlüsselziel

Nun muss man unter diesen Zielstellungen ein Schlüsselziel bestimmen. Fragen Sie sich: Was ist ein Schlüsselziel? Das ist ein Ziel, auf das auch die anderen vier bis fünf auf diese oder jene Art und Weise hinauslaufen. Bei Betrachtung der kleinen Liste der Zielstellungen wird Ihnen sicher eine auffallen, bei der es Ihnen sofort einleuchten wird: „Ja, die ist es!“

Begründen Sie die Notwendigkeit, gerade dieses Ziel zu erreichen

Und da Sie jetzt schon eine Vorstellung von Ihrem Schlüsselziel haben, beantworten Sie die Frage: Warum gerade dieses Ziel? Warum muss vor allem ausgerechnet dieses Ziel erreicht werden?

Auf die Frage „Warum?“ gibt es keine falschen Antworten. Je mehr Antworten es auf diese Frage gibt, desto besser ist es.

Visualisieren Sie die Ziele

Bekanntlich operiert das Unterbewusstsein mit Bildern. Visualisieren Sie deshalb das angestrebte Ziel, machen Sie sich ein Bild davon, wie sich Ihr Leben verändert, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben. Gemacht? So ist es doch besser, lassen Sie Ihr Gehirn diese Vorstellung genießen. Stellen Sie ihm notwendige Bilder und Vorstellungen für seine Arbeit bereit.

Dabei können Sie sich nicht nur den gesamten Vorgang zur Erreichung des jeweiligen Ziels im Kopf ausmalen, sondern das entsprechend entstandene Bild schematisch auch auf ein Blatt Papier zeichnen.

Probieren Sie es mal, und Sie werden genau das finden, was Ihnen passt.

Schaffen Sie sich Hilfsrituale

Unsere Handlungen lassen sich von unseren Gedanken leiten. Und viele Handlungen wurden von uns daher zu einer automatisch ablaufenden Routine eingeübt, insbesondere diejenigen, die sich auf die Arbeit, Gesundheit oder Alltagsabläufe beziehen.

Denken Sie bspw. daran zurück, wie Ihr Morgen beginnt. Sie wachen auf, setzen die Füße auf den Fußboden, suchen nach den Hausschuhen, begeben sich träge ins Bad und führen dort die notwendigen Prozeduren durch. Dann gibt es Kaffee. Anschließend checken Sie die sozialen Netzwerke, bereiten ein Frühstück zu, machen sich für den kommenden (Arbeits)Tag fertig und verlassen Ihr Zuhause. Und all das ist so sehr zu einer automatisch ablaufenden Routine eingeübt worden, dass Sie sich höchstwahrscheinlich gar nicht dessen bewusst sind, was Sie gerade erledigen ebenso wie dessen, was Sie als nächstes machen werden.

Wir schlagen Ihnen vor, Ihre morgendlichen Rituale einige Tage Revue passieren zu lassen. Sie werden sich wundern, festzustellen wie sehr sie einander ähneln, wahrhaftig Tage eines Murmeltiers. Versuchen Sie, unbewusste Handlungen zuerst durch bewusste und diese dann gegen neue zu ersetzen. Im Laufe des Tages gibt es zwei Perioden, in denen man sich an neue Handlungen erinnern muss.

Die erste Periode: Programmieren Sie Ihr Gehirn gleich nach dem Aufwachen für Erfolg vor, geht doch das Gehirn genau in diesem Moment vom Schlafzustand zum Zustand des Wachseins über. Haben Sie vielleicht schon mal beobachtet, wie erste Morgengedanken den Ton für den ganzen Tag angeben? Stellen Sie daher Ihren Verstand auf einen Erfolg ein, fokussieren Sie sich auf die Ziele und streben Sie diese an.

Die zweite Periode, für die Sie sich vorprogrammieren müssen, ist das Tagesende. Nehmen Sie sich eine Stunde vor dem Schlafengehen, um den bereits zu Ende gegangenen Tag in Bezug darauf zu analysieren, was gemacht wurde und was nicht gelungen ist. Visualisieren Sie noch einmal Ihr Ziel und bedanken Sie sich für all das Gute, was sich im Laufe des Tages ereignet hat.

Und möge alles in Erfüllung gehen!